Statis-Tick

Die große, lange und detaillierte Zusammenstellung von nalos

Liebe fffs!

Ein großes Ereignis hatte es werden sollen, die ff-Lesung des diesjährigen und vermutlich letzten Camps in Winterberg... Ein großes Ereignis, das schon im Vorfeld große Wünsche (und leider nicht nur das) auslöste...

Für ein solch großes Ereignis hätte ich mir gewünscht, daß der erste Abend erst um 23:35 Uhr beginnt, nicht wie angekündigt schon um 23:00 Uhr, denn so hätte ich in aller Ruhe noch den genialen Auftritt der Hordettes bis zum Schluß genießen können und würde nicht vollkommen abgehetzt in der fast schon romantisch-schönen, mit Lichterketten und Kerzen geschmückten Grillhütte ankommen und die Eröffnungsrede von FreddyW (W wie 'will endlich anfangen!') unnötig stören. Ich hätte meinen Blick in die Runde schweifen lassen und erkannt, daß ich mich mit weiteren 25 ZuhörerInnen in wunderbarer, gemütlicher Gesellschaft befinde und wir nun alle ab 23:40 Uhr der ersten von Kat.C. vorgetragenen Geschichte lauschen: Black Gabbys "Irrsinn und Wirrsinn". Nach 15 Minuten Spaß würde dann wieder FreddyW (W wie 'will auch lesen!!!') die Stimme erheben und Clumsynuts "Das Nachspiel" lesen. Auch bei dieser Story hätte eine lockere, gelöste und lustige Atmosphäre die Grillhütte erfüllt.

Dann aber hätten so nach und nach einige ZuhörerInnen die Grillhütte wieder verlassen, vermutlich weil sie am ersten Abend schon genügend aufregende Sachen erlebt hatten, und 0:10 Uhr hätten dann Frau Müller und Kat.C. vor 20 fffs angefangen, NoNamias "Beerenauslese" kapitelweise vorzulesen und die Grillhütte hätte eine verdutzte Kat.C. erlebt und dann vor Gelächter gebebt, als sie Gabrielles Brief mit dem Signum G. (sprich G-Punkt) vortrug. Kat.C. hätte sich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und anschließend um 0:43 Uhr gleich noch Hamlet/pods "Wie es mir gefällt" vorgelesen. Zur Erholung hätte es dann gegen 1:00 eine 10-minütige Pause gegeben und ich hätte draußen ein wenig meine verrauchte Lunge entlüften und Kontakt zu 'ff-Neulingen' knüpfen können. Dann hätte es einen echten Knaller gegeben: Die verbliebenen 18 ZuhörerInnen hätten gespannt auf die vorne Sitzenden geschaut, Sam mit einer Biberhandpuppe und FreddyW (W wie 'will das Skript halten') und erwartungsvoll dem von Sam gelesenen Klassiker "Der modische Biber" von NoNamia gelauscht und hätten sich königlich amüsiert, als plötzlich FreddyW (W wie 'was mach ich mit dem Biber?!?!?') den Biber auf die Hand gedrückt bekommt und dieser ein sonderbares Eigenleben entwickelt und das Vorgelesene mit frechen Bewegungen kommentiert.

Um 1:30 hätte Kat.C. dann die allgemeine Heiterkeit für leise sechs Minuten unterbrochen und die nachdenklichen "Geständnisse der Liebe" von ZippPoet eindrucksvoll vorgetragen, woran sich um 1:36 dann Frau Müller wieder mit etwas lustigem, nämlich Pamphilias "Im Aldi der Finsternis" angeschlossen hätte. Die nunmehr nur noch 12 ZuhörerInnen hätten dann erlebt, wie um 1:44 Uhr FreddyW (W wie 'will nur den Disclaimer lesen!'), Kat.C. (als Timon) und Sam (als Gabrielle) Hamlet/pods "Timon und Gabrielle" stimmlich eindrucksvoll in Szene setzen. Um 1:50 Uhr hätte es wiederum eine 10-minütige Pause gegeben. Zehn tapfere und wohl ganzganz eingefleischte, um nicht zu sagen die wohl absoluten Hardcore-fffs hätten dann den Weg zu so später Stunde zurück in die Grillhütte gefunden, um nun FreddyWs (W wie 'will nun was alleine lesen') Ausführungen zu Taurulions "Abendmahl" und dann anschließend um 2:12 Uhr passend zum Thema NoNamias "Abendessen" vorgetragen von Frau Müller zuzuhören.

Um 2:25 Uhr hätte es erneut eine 5-minütige Pause gegeben und dann hätte Sam zehn Minuten lang die letzte Geschichte des ersten Abends zum Besten gegeben, Verraths "Gerädert", die zum Abschluß wieder eine locker-lustige und leicht knisternde (nein, das hätte nicht am Feuer gelegen) Stimmung in die Grillhütte gezaubert hätte. Bei einem solch großen Ereignis hätte ich (nach über drei Stunden und 11 Stories von 8 verschiedenen BardINNen vorgetragen durch 4 Vorleserinnen) müde, aber sehr zufrieden, um nicht zu sagen glücklich ins schmale Jugendherbergsbettchen fallen können.

Für ein solch großes Ereignis hätte ich mir gewünscht, daß der zweite Abend erst um 23:45 Uhr beginnt, nicht wie angekündigt schon um 23:00 Uhr, denn so hätte ich in aller Ruhe noch das wundervolle Panel mit Claire Stansfield bis zum Schluß genießen können und würde nicht vollkommen abgehetzt und mit verclairtem Blick in der Grillhütte ankommen und die Eröffnungsrede von FreddyW (W wie 'will endlich anfangen!') unnötig stören. Ich hätte meinen Blick in die Runde schweifen lassen und erkannt, daß diesmal nur 15 ZuhörerInnen dem Ruf der ff gefolgt sind und sich nicht vom verlockenden Ruf der Parallelveranstaltungen (Videovorführung und der Filk-Night) beeinflussen ließen und wir nun gemeinsam der ersten von Kat.C. vorgetragenen Geschichte lauschen: Analogs "ASDITLOASVLSB (A slippery day in the life of a somehow very lucky soap bar)". Und auch dieses Mal hätte der Klassiker seine Wirkung nicht verfehlt und die Grillhütte in lustige Aufregung versetzt und mich persönlich hätte es sehr beeindruckt und gefreut zu sehen, daß der Autor selbst an der einen oder anderen Stelle in das Gelächter der anderen mit einstimmt.

Um 23:55 Uhr hätte FreddyW (W wie 'wie kriege ich meine Arme nur noch länger?') dann mit vollem Körpereinsatz Janice Hopes Kinderbuchadaption "Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich liebe?" vorgelesen. Anschließend um Mitternacht hätte es den ersten der vielen Höhepunkte des Abends gegeben mit dem niegelnagelneuen Werk "Favorit" von Cinnamon vorgetragen von Sam, die die doch etwas längere Geschichte mit stimmlicher Ausdauer den mittlerweile 18 ZuhörerInnen beeindruckend rüberbringt und sich auch von einem Handyklingeln nicht aus der Ruhe bringen läßt und liest und liest (35 Minuten lang), bis das Feuer fast heruntergebrannt ist. Danach hätte sich wohl jeder die 10-minütige Pause verdient. Um 0:45 Uhr hätte es dann ein weiteres Highlight gegeben, wenn Frau Müller die erste Geschichte einer neuen Autorin vorgelesen hätte: L'airs "Cyane" - eine interessante Neuinterpretation und Erweiterung der Ereignisse aus "Adventures in the Sin Trade", die jedoch nur noch von neun fffs gehört wurde. Anschließend hätte Kat.C. um 1:10 Uhr vor 12 ZuhörerInnen die ersten beiden Teile von loonas "Gabrielles Traumwelt" zum besten gegeben, um schließlich um 1:30 Uhr eine 10-minütige Pause einzulegen und dann mit dem 3. und dem neuen 4. Teil fortzufahren, diesmal dann 25 Minuten lang vor 24 fffs.

Was dann um 2:05 Uhr gefolgt hätte, läßt sich nur schwer in Worte fassen... Frau Müller (als Gabrielle), FreddyW (W wie "will versuchen den Erzähler zu lesen, schaffe aber nur den Disclaimer bzw. Vorspann und dann nicht mal den ersten Absatz...'), Kat.C. (als Xena) & Sam (eigentlich als Argo, dann aber für FreddyW (W wie 'wuselte vor Lachen aus der Grillhütte!') den Erzähler übernommen) beginnen die 13 ZuhörerInnen in helle Aufregung zu versetzen, während sie versuchen Roberto Solos "XENA 01 - Freundinnen fürs Leben" vorzulesen... immer wieder hätten die lauten Zwischenrufe (Entzücken, Entsetzen - ich kann es nicht sagen) und das Johlen des Publikums die Grillhütte in ein großes Tosen verwandelt... Nach 15 Minuten wären 20 Minuten Erholung dann dringend nötig.

Um 2:40 hätte FreddyW (W wie 'wieder zurück') dann wieder ruhigere und besonnene Töne angeschlagen mit Deminiens "Heimkehr...", welches seine Wirkung gegen Ende auch bei mir und den anderen nicht verfehlt hätte... atemberaubende Stille für lange Sekunden nach dem die letzten Worte verklingen, dann leise aufkommender Applaus... wow... Kat.C. hätte dann ab 2:54 Uhr wieder etwas ganz neues vorgelesen, nämlich Artemisias "Die Gretchenfrage" und sich die Frage gestellt: "Zilch?! - Wat das denn?" und wäre ab 3:11 Uhr von FreddyW (W wie "will noch mehr von Deminien lesen") und Deminiens "Ein Feuer I (und II)" abgelöst worden. Um 3:17 Uhr hätte ich dann vor 8 verbliebenen fffs mein ganz persönliches Highlight, nämlich neben Kat.C. (als Heike) und Sam (als Erzähler) selbst (als Anja) mit "Subtext oder Non-Subtext - das ist hier die Frage" von den 6tanten etwas neues zu präsentieren. Und was gäbe es dazu zu sagen? Es wäre natürlich toll und wieder einmal ein lustiger Abschluß gewesen.

Tja, und so hätte diese Lesung des 2. Abends um 3:40 Uhr ein würdiges und vor allem sehr schönes Ende gefunden. Bei einem solch großen Ereignis hätte ich (nach fast vier Stunden und 13 Stories von 9 verschiedenen BardINNen vorgetragen durch 5 Vorleserinnen) müde, aber sehr zufrieden, um nicht zu sagen glücklich ins schmale Jugendherbergsbettchen fallen können, wenn mich nicht vorher noch die gruppeninterne Nachbesprechung bei Folienkartoffeln bis zum Morgengrauen wachgehalten und mir noch eine wundervolle Zeit beschert hätte.

Ein großes Ereignis hatte es werden sollen, die ff-Lesung des diesjährigen und vermutlich letzten Camps in Winterberg... Für ein solches Ereignis hätte ich mir sympathische und gute Vorleserinnen, die interessante, spannende, lustige, ernste und traurige, alte und neue Geschichten vortragen, gewünscht. Für ein solches Ereignis hätte ich mir ein sympathisches, interessiertes und aufgeschlossenes Publikum, mit alten und neuen ZuhörerInnen gewünscht. Für ein solches Ereignis hätte ich mir 'alte' fffs, die von den Geschichten begeistert sind, und 'neue' fffs, die zum ersten Mal mit ff in Kontakt kommen und begeistert sind, gewünscht. Und was soll ich sagen? Meine Wünsche wurden allesamt erfüllt und es war ein großes Ereignis, die ff-Lesung des diesjährigen und vermutlich letzten Camps in Winterberg! *zwinker*

Mein Dank gilt allen, die das ermöglicht haben: Den BardINNen und ihren wundervollen Geschichten, den Vorleserinnen (Frau Müller, FreddyW (W wie 'wundervoll'), Kat.C., Sam und *g* meinem Mut), dem Publikum und natürlich den Camp-Organisatoren!

Mit großem Dank verabschiedet sich für heute
nalos (die scheinbar sehr lange gebraucht hat, um dieses Camp zu 'verdauen' *zwinker*)

 

"Alles ist relativ..." - Statis-Tick von FreddyW

Auf der "Bühne" standen also fünf. Mal einzeln, mal gemeinsam. Die meisten Performer verschliß (im wahrsten Sinne des Wortes) "Xena 01 - Freundinnen für's Leben" von Roberto Solo, nämlich vier. 19 von 24 Lesestücken waren Solodarbietungen. Trotzdem gab es summa sumarum acht Stunden und zehn Minuten Bühnenpräsenz.

Die Nettolesezeit (NLZ) betrug 5 Stunden und 45 Minuten. Die Graphik zeigt die NLZ pro Fanfiction...

Theoretisch war jede Leserin eine Stunde und 38 Minuten im Rampenlicht. Diese durchschnittliche Leseleistung erreicht aber nur FreddyW (dafür aber milimetergenau). KatC schlägt alle Rekorde mit drei Stunden und acht Minuten stimmgewaltiger Darbietung. Naturgemäß kam nalos mit einer Leseteilnahme zu nur 23 Minuten auf dem Tisch, was aber auch zum besten Quotienten Lesezeit pro Auftritt führte (23 Minuten). FreddyW war da nur knapp halb so lange im Scheinwerferschatten (durchschnittlich 12 Minuten bei acht Lesungen). Von den multiplen Leserinnen bewies Sam größtes Sitzfleisch mit 19 Minuten und 36 Sekunden pro Vortrag.

Frau Müller performte mit hochgradiger Mediokrität: Fünf Mal gelesen (sechs errechnete Leseeinsätze pro Person) und ihre Abweichungen im Bereich Gesamt- und durschschnittliche Lesezeit betragen gerade mal knappe 17%. Kat C. hingegen übertrifft die durchschnittliche Gesamtlesezeit um 91%, den Durchschnitt in der Rubrik Lesedauer pro Stück aber nur um 18,3%!

Die durchschnittliche Lesezeit pro Stück betrug nämlich 14 Minuten und 22 Sekunden.

Im Schnitt hörten 13,9 fff (Freunde/Fans der FanFiction) zu. Das entspricht 12,4% der Nettocampbesuchenden (NCB - nicht zu verwechseln mit HCNB) - also jede/r Achte. Die Spitzenwerte (Lesungsstart am Freitag mit 25 und "Gabrielles Traumwelt 3 & 4" von loona mit 24 Zuhörenden Mitte des zweiten Abends) erreichten satte 22,3% bzw. 21,4% NCB.

Die Längsten waren NoNamias Beerenauslese am ersten Abend (33 Minuten) und die Urauflesung von Cinnamons "Favorit" (35 Minuten) in der zweiten Nacht.
Die ausführliche Statistik gibt's auch als pdf-Datei zum herunterladen. (folgt noch)